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Hradil Rudolf (1925-2007)

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  • Hradil (1925-2007) "Küstenlandschaft"-0

    Hradil (1925-2007) „Küstenlandschaft“

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Biografie

Bereits in seinem Elternhaus im heutigen Salzburger Stadtteil Morzg kam Rudolf Hradil mit bildender Kunst in Berührung. Sein Vater war Zeichenlehrer, seine Mutter hatte bei Leo Putz in Weimar Malerei studiert, und sein Onkel arbeitete als Architekt. Rudolf Hradil begann erstmals in der Kriegsgefangenschaft frei zu zeichnen und wollte von da an Maler werden.

 

Zwischen 1947 und 1951 studierte Rudolf Hradil an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin C. Andersen, Herbert Boeckl und Albert Paris Gütersloh. Ein Stipendium führte den Künstler von 1951 bis 1952 nach Paris. Dort wurde er von Fernand Léger unterrichtet und entdeckte seinen zeichnerischen ‚Kritzelstil‘ sowie die Vorliebe für Stadtlandschaften.

 

In London erlernte Rudolf Hradil als Stipendiat des British Council 1959/60 alle Radier-Techniken und entwickelt eine besondere Sympathie für das Gravieren mit der Kaltnadel.

 

Angeregt durch den Bauhaus-Künstler Max Peiffer-Watenphul erlernte Rudolf Hradil um 1964 die Aquarellmalerei und perfektionierte seine Technik der Farblithographie. Hradil gilt bis heute als Meister der farbigen Zwischentöne. Er verzichtete bewusst auf ‚Buntmalerei‘ oder Komplementärfarben, und erweckte durch den geschickten Einsatz von Grautönen die verhaltenen Farben zu sanftem Leben. Auch das Fehlen von Menschen und das Abbilden von Alltagsdingen bestimmen Hradils Werke.

 

Viele Reisen führten Rudolf Hradil nach Italien, Griechenland, Frankreich, Berlin oder New York – seine besondere Liebe galt jedoch Venedig und Rom. Oft begab er sich an die Peripherie der Städte und zeigte aus besonderem Blickwinkel Sehenswertes, aber nicht die bloße Sehenswürdigkeit. In seinen Bildern finden sich immer wieder Details des modernen, technisierten Lebens sowie sogenannter ‚Zivilisationsmüll‘. Während der Künstler vor Ort nur Skizzen anfertigte und die Lichtstimmungen und Farben der jeweiligen Orte im Kopf behielt, vollendete er seine Bilder stets noch im Hotelzimmer oder später in seinem Atelier.

 

Eine besondere Vorliebe hegte Rudolf Hradil für die Radierung als Synthese zwischen Handwerk und künstlerischem Ausdruck. Er druckte seine Blätter auf der eigenen Presse und betrachtete die Möglichkeit, viele gleichwertige Exemplare eines Werkes herstellen zu können als wichtigen sozialen Aspekt. Hradils Druckpresse steht heute in der Grafischen Werkstatt im Salzburger Traklhaus, wo auch Stipendiaten/-innen des nach ihm benannten Stipendiums in seinem Sinne ihre Ideen und Werke umsetzen können.

 

Rudolf Hradil erhielt von Stadt und Land Salzburg mehrere Auszeichnungen (u. a. das Goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg 1990, das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg 2005 und die Wappenmedaille der Stadt Salzburg 2005).

 

Der Künstler verstarb am 25. Oktober 2007 in Wien.

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