GALERIE & KUNSTHANDEL HARTL

Berrocal Miguel (1933-2006)

 

Miguel Berrocal wird am 28. September 1933 in Villanueva de Algaidas (Malaga) geboren.

In Madrid studiert er Chemie, Mathematik und Architektur und ist Schüler des Bildhauers Angel Ferrant. Als Gasthörer besucht er außerdem einige Kunstschulen.

1952 Erste Ausstellung seiner Bilder.

1954 Teilnahme an der Venedig Biennale.

1955 Erste Skulpturen aus Eisen entstehen.

1956/ 1957 Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und durch die Vertiefung der Dialektik der plastischen Formen entwickelt Berrocal ein neues funktionelles Prinzip: die Zusammensetzbarkeit der Plastik.

1959 Die ersten Prototypen entstehen und markieren den Anfang einer langen Reihe zusammengesetzter Plastiken aus Eisen. Ab dem Ende der fünfziger Jahre wendet sich Berrocal von der abstrakten Skulptur der figürlichen Plastik zu und konzentriert seine ästhetische Suche auf einige grundlegende Themen: männliche und weibliche Torsi, Figuren und Köpfe, liegende anthropomorphe Formen und Tiere. Bisweilen sind sie bis an den Rand der Abstraktion geführt, der Mensch und das Leben bleiben aber stets gegenwärtig. In den sechziger Jahren gestaltet der Künstler aufgrund des immensen technischen Aufwandes kleinere Plastiken und Multiple-Skulpturen (Werke in mehrfacher Auflage).

1962 Ausstellung in der Galerie Kriegel in Paris und in der Albert Loeb-Gallery in New York.

1964 Umzug nach Negrar bei Verona.

1966 Ehrung mit dem „Prix de la Biennale de Paris“ in Paris. Aufnahme in die Kunstsammlung des Museum of Modern Art in New York.

1964 – 1966 Aufenthalte in Paris, Verona und Hamburg, wo er an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste unterrichtet.

1972 – 1976 Monumentale Werke für die Stadt Malaga entstehen.

1975 Intensive Beschäftigung mit Farben, Gouachen, Radierungen und Siebdrucke entstehen.

1980 Zwei große Gobelins in Patchwork-Technik entstehen.

1981/ 1982 Einer seiner bedeutendsten Torsi, die „Almogavares“ entstehen. Durch die Elektronik fasziniert, schafft Berrocal Skulpturen aus Neon, deren leuchtendes Grundbild sich mittels eines mathematischen kombinatorischen Codes, der von einem Computer gesteuert wird, in mehr als hundert verschiedene Bilder verwandelt.

1984 Im Palacio de Velasquez in Madrid wird eine große anthologische Retrospektive eröffnet, weitere Stationen sind Barcelona und Brüssel. Die Brunnenskulptur „Homage to Peace“ wird in Ibiza aufgestellt.

2000 In seiner Geburtsstadt in Andalusien entsteht das Museo Berrocal.

Miguel Berrocal stirbt am 2. Juni 2006 in Antequera.

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